01.02.2019 in Ankündigung

Sexuelle Minderheiten in der Arbeitswelt

 

Die Erfolge von sexuellen Minderheiten in der politischen Welt gehen nicht notwendigerweise mit mehr Akzeptanz im persönlichen Umfeld einher. Viele queere Menschen zögern, ihre sexuelle Identität im Berufsleben zu zeigen, weil Diskriminierung im Arbeitsalltag besonders belastend sein kann. Wir wollen uns mit diesem Problempotential näher befassen und dürfen dazu LUKAS ROHM, Landesvorsitzender der Ver.di queer, als Referenten begrüßen. Kommt vorbei und diskutiert mit!

06.02.2019; 19:30-21:00 Uhr;
Enzian (Restaurant); Enzianstraße 5; 12203 Berlin
(Haltestellen der S-Bahnlinie 1 und der Buslinie 188)
https://goo.gl/maps/jcnwBbL2Go82

Anmeldung oder Vorwissen sind nicht nötig! :)

 

01.02.2019 in Pressemitteilung

AKK als Wiederholungstäterin. CDU-Chefin bedient erneut Ressentiments gegen Lesben und Schwule

 

In der ARD Sendung „Menschen bei Maischberger“ vom 30. Januar 2019, wiederholte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nicht nur ihre persönliche Ablehnung der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Sie hielt auch an ihrer Behauptung fest, dass die Öffnung der Ehe zu „einer Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen" führen könne.

 Dazu kommentiert Petra Nowacki, Bundesvorsitzende der SPDqueer:

Mit Erstaunen und Fassungslosigkeit, haben wir die absurden Äußerungen der CDU-Vorsitzenden zur „Ehe für Alle“ zur Kenntnis genommen. Es ist unbenommen ihre Sache, wenn sie meint, aus billigen taktischen Erwägungen ihre ultrakonservative Basis mit homofeindlichen Positionen bedienen zu müssen. Aber es hat eine andere Qualität, wenn man dabei die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit strafbaren Handlungen wie der Vielehe und Inzest gleichsetzt. Das ist unanständig und lässt tief blicken. 

Annegret Kramp-Karrenbauer wiederholt mantraartig, sie wolle niemanden diskriminieren, während sie im selben Atemzug billigste Ressentiments gegen Lesben und Schwule bedient. Durch ihre obskuren Gleichsetzungen greift sie in einem Satz zehntausende geschlossene Ehen und Familien an. Dabei entwertet sie die Liebe und Verantwortung, die Menschen füreinander übernehmen.

Die CDU-Vorsitzende hat leider erneut eine Chance verpasst, einen Fuß ins 21. Jahrhundert zu setzen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Ebenso zeigt sie, dass die Union weit von einer offenen und vielfältigen Gesellschaft entfernt ist. Wer derart spaltet, ist ungeeignet Verantwortung zur übernehmen.

 

27.01.2019 in Pressemitteilung

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine klare Haltung gegen Hetze und Populismus ist gefragt

 

Seit 1996 wird am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Neben den Millionen ermordeten Jüd*innen sind dies auch Euthanasieopfer, Sinti und Roma, Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen und Homosexuelle. Historischer Hintergrund ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

Anlässlich dieses Gedenktags fand auch 2019 am Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein stilles Gedenken statt. Der Bundesvorstand der SPDqueer nahm daran ebenso teil, wie zahlreiche Genoss*innen, unter ihnen Klaus Mindrup (MdB) und Raed Saleh (SPD-Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus, MdA).

 

Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der SPDqueer, Petra Nowacki:

Lesbische Frauen, schwule Männer und andere queere Menschen mussten sich im Dritten Reich verstellen und ihre sexuelle Identität verbergen. Sie wurden unwürdig behandelt und ermordet. Das begangene Unrecht reichte dabei etwa in Form des verschärften §175 noch weit über die Nazi-Herrschaft hinaus. Lange Zeit wurden Schicksale totgeschwiegen. Eine Aufarbeitung des Unrechtsparagraphen, eine weitestgehende Rehabilitierung wurde 2017 durch den damaligen Bundesjustizminister Heiko Maas initiiert und umgesetzt. Darauf haben wir in der SPDqueer lange hingearbeitet und dieses Prozess engagiert begleitet.

Unvergessen ist sicher die Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vom 3. Juni 2018 zum zehnjährigen Bestehen des Mahnmals an gleicher Stelle, in er sich in einer historisches Rede für das geschehene Unrecht und das darauf folgende, viel zu lange andauernde Schweigen entschuldigte. Er betonte, die Unantastbarkeit der Menschenwürde gelte in Deutschland natürlich auch für Schwule, Lesben, Bisexuelle sowie trans*, inter* und andere queere Menschen (LSBTTIQ*). Dass sie auch noch lange nach 1945 antastbar gewesen sei, sei auch dem Schweigen geschuldet. Als Sozialdemokrat*innen wollen wir daher dazu beitragen, dass es kein erneutes Schweigen gibt. Wir schauen nicht weg und wir schweigen nicht, wenn LSBTTIQ* angegriffen, wenn sie Hass, Hetze, Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt werden.

So diffamieren etwa die Akteure der AfD-nahen „Demo für alle“ bewusst Aufklärung an Schulen und Bildungspläne, um Homosexualität in die Nähe von Pädophile zu rücken. Gender- und Geschlechtergerechtigkeit sowie Gleichstellungspolitik werden als zwangsverordnete Wahn-Ideologie abgelehnt und Trans*- sowie Homofeindlichkeit werden immer offener an den Tag gelegt. Die AfD in Baden-Württemberg wünscht sich beispielsweise russische Verhältnisse, wenn sie „jegliche staatliche Propaganda an Schulen, in Massenmedien oder im öffentlichen Raum für bestimmte sexuelle Orientierungen“ ablehnt, die nicht der klassischen Familie entsprechen.

Dasselbe politische Lager betreibt auch etwa in den sozialen Medien eine unsäglich Hetze gegen Ausländer*innen und Asylsuchende. Diese werden unterdrückt, verfolgt und durch Krieg und Tyrannei vertrieben. Unter ihnen sind auch Lesben, Schwule und Trans*-Personen, die unseres Schutz und unserer Solidarität bedürfen. Wir denken hier nicht nur an Tschetschenien, aus dem wir aktuell wieder von Menschenrechtsverletzungen, Folter und Mord berichtet bekommen. In fast 80 Staaten werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*- oder Inter-Menschen strafrechtlich verfolgt; in sieben Staaten droht sogar die Todesstrafe.

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mahnt uns die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wollen und werden wir genauso wenig hinnehmen wie Homo-, Bi- und Trans*-Feindlichkeit. Beides sind Seiten derselben zynischen, menschenfeindlichen Medaille! Daher ist eine klare Haltung gegen Hetze und Populismus gefragt!

 

 

19.01.2019 in Ankündigung

Magnus-Hirschfeld-Preis 2019

 

2019 wird der Magnus- Hirschfeld-Preis zum 7. Mal durch die SPD Berlin und SPDqueer Berlin verliehen. Durch den Magnus-Hirschfeld-Preis 2019 wird die herausragende Arbeit von Einzelpersonen bzw. deren Lebensleistung und von Institutionen/Projekten im queeren Bereich geehrt. Wir freuen uns außer ordentlich, dass wir die Berliner Spitzenkandatin für das Europäische Parlament Gabriele Bischoff für die Schirmherrschaft des Magnus- Hirschfeld- Preises 2019 gewinnen konnten.

Ausgezeichnet wurden 2017 in der Kategorie Einzelperson die Menschenrechts- und queere Aktivistin Annet Audehm und in der Kategorie Institutionen/Projekte der Neuköllner Verein RuT – Rad und Tat e.V.

Damit die Auslobung möglichst viele Personen bzw. Institutionen/Projekte im queeren Bereich in Berlin erreicht, möchten wir Sie/Euch darum bitten, unsere Auslobung über ihre/deinen jeweiligen Verteiler bekannt zu geben.

Bitte merken Sie sich/ merkt euch bereits jetzt Montag, den 13. Mai 2019 vor. Um 19.30 Uhr wird die Preisverleihung im Rathaus Charlottenburg stattfinden. Genauere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.


Der Auslobungstext und das Formblatt für einen Vorschlag werden die kommenden Tage online gestellt.

 

21.12.2018 in Pressemitteilung

Verdrängung im Regenbogenkiez stoppen!

 

Gemeinsame Presseerklärung der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus:

Zur Pressemitteilung der Kneipe „Hafen“ im Schöneberger Regenbogenkiez, am 3. Januar 2019 schließen zu müssen, erklären die queerpolitischen Sprecherinnen und Sprecher Melanie Kühnemann-Grunow (SPD-Fraktion), Carsten Schatz (Fraktion DIE LINKE) und Anja Kofbinger und Sebastian Walter (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen):

Das Team des Hafen hat verlautbart, nach über 28 Jahren erfolgreicher Arbeit im Kiez um den Nollendorfplatz zum Anfang kommenden Jahres schließen zu müssen. Grund sei ein nichtkooperationsbereiter Vermieter, der eine Verlängerung des Mietvertrages verweigere. Nach Clubsterben und der immer stärkeren Verdrängung von Mieterinnen und Mietern aus der Innenstadt trifft es jetzt auch den Regenbogenkiez. Dadurch wird Berlin ärmer. Wir fordern den Vermieter auf, eine Verlängerung des Mietvertrages zu ermöglichen und dem Hafen eine Zukunft zu eröffnen. Kneipen, die auch als Treffpunkte und Orte der Kommunikation dienen, gehören ebenso in den Kiez wie sexpositive Clubs.

Melanie Kühnemann-Grunow: „Auch wenn die Bundesregierung eine Ausnahme für Trägerwohnungen im Gewerbemietrecht ermöglicht hat, brauchen wir mehr Instrumente, um Kleingewerbe gegen Verdrängung zu schützen. Hier muss der Bundestag tätig werden.“

Carsten Schatz: „Der zunehmenden Übergriffigkeit von Vermietern müssen wir gemeinsam entgegentreten. Ob für die eigene Wohnung, die des Nachbarn oder unsere Kneipen. Deshalb ist das Volksbegehren zur Enteignung der Deutschen Wohnen ein wichtiger Schritt, Vermietern Grenzen aufzuzeigen.“

Sebastian Walter: „Vermieter von Gewerbeflächen tragen auch eine soziale Verantwortung. Dies gilt besonders im Regenbogenkiez mit seinen queeren Clubs, Läden und Bars. Den Ausverkauf der queeren Szene werden wir nicht hinnehmen.“

 

Termine

25.04.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Mitgliederoffene Sitzung des Landesvorstands SPDqueer Berlin

03.05.2019, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
offenes Mitgliedertreffen SPDqueer Reinickendorf

06.05.2019, 18:30 Uhr - 20:30 Uhr
Treffen CSD-Saisonteam

17.05.2019, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Queere Sprechstunde in Lichtenberg

17.05.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Mitgliederoffenes Treffen SPDqueer Lichtenberg

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Beitrittserklärung "SPDqueer  - Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung im SPD Landesverband Berlin" als pdf

(Einfach am Rechner ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben und dann ab die Post)


 

 

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