30.03.2019 in Pressemitteilung

PM zum Trans Day of Visibility (Trans*-Sichtbarkeitstag)

 

Das Transsexuellengesetz muss durch ein für alle offenes, gerechtes, selbstbestimmtes Personenstandsrecht ohne Attestpflicht ersetzt werden!

Am 31. März 2019 jährt sich der so genannte „Trans Day of Visibility“ (Trans*-Sichtbarkeitstag) zum elften Mal. 2009 in den USA ins Leben gerufen, will man an diesem Tag Trans*-Menschen und ihre Erfolge feiern, um nicht nur der Gewalt und der Verluste von Trans*-Menschen zu gedenken.

Petra Nowacki, Vorsitzende der SPDqueer, sowie ihre beiden Stellvertreter*innen, Sarah Ungar und Elia Scaramuzza erklären hierzu:

Transgeschlechtliche Menschen haben in den letzten Jahrzehnten viel erreicht. Vor allem schwarze, bisexuelle Transfrauen waren der Motor der Unruhen rund um das Szenelokal Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street im Juni 1969 (Stonewall Riots). Diese Ereignisse ebneten den Weg sowohl für eine US-amerikanische als auch für eine global LSBTIQ*-Bewegung. Eine ihrer Erfolge der letzten Jahre ist eine zunehmende Sichtbarkeit: Trans*-Menschen haben eine gemeinsame Sprache für sich gefunden, die nicht von Pathologisierung, sondern von Anerkennung geprägt ist. Sie können auf öffentliche Vorbilder zurückgreifen, die ihnen zeigen, dass Trans*-Personen schön, stark und wertvoll sind. Sie zeigen auch, dass Trans*-Menschen auf ihre Errungenschaften stolz sein können - ihre politischen Kämpfe tragen zu einer egalitären, pluralistischen Gesellschaft bei.

Diese neugefundene Sichtbarkeit von Trans*-Menschen müssen wir nutzen, um für trans*-politische Anliegen und gegen ein globales zunehmend trans*-feindliches Klima zu mobilisieren. Dies gilt sowohl für Deutschland als auch für den Rest der Welt. In Deutschland hinkt die Gesetzgebung immer noch hinter den realen Lebensverhältnissen hinterher: Das Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1980 mit seinem aufwendigen, kostspieligen Verfahren und seiner Gutachter*innenpflicht gehört abgeschafft – ein gerechtes, selbstbestimmtes Personenstandsrecht ohne Attestpflicht, aber mit Offenheit für alle muss stattdessen her!

Egal, ob für Patient*innen in der Medizin, für Kinder und Jugendliche oder für Eltern: Anstelle von Bevormundung müssen die Selbstbestimmungsrechte von Trans*-Menschen gestärkt und Unterstützungsangebote ausgebaut werden! Geschlechtliche Vielfalt im beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Leben muss wertgeschätzt und abgesichert werden. Hierfür braucht es nicht nur zuverlässige Antidiskriminierungsgesetze sowie geschlechterreflexive Aufklärung und Bildung. Es braucht auch einen starken Sozialstaat, der Arbeitgeber*innen in die Pflicht nimmt und Menschen auffängt, ihnen die Unsicherheit vor dem sozialen Abstieg nimmt. Dies ist notwendig, damit Menschen sichtbar ein selbstbestimmtes Leben führen können!

 

05.03.2019 in Informationen

Magnus-Hirschfeld-Preis 2019

 

Die SPD Berlin und SPDqueer Berlin verleihen 2019 zum 7. Mal den Magnus-Hirschfeld-Preis. Durch den Magnus-Hirschfeld-Preis wird die herausragende Arbeit von Einzelpersonen bzw. deren Lebensleistung und von Institutionen/Projekten im queeren Bereich in Berlin geehrt. Wir freuen uns außer ordentlich, dass wir die Spitzenkandidatin zur Europawahl der SPD Berlin Gabriele Bischoff für die Schirmfrauschaft des Magnus-Hirschfeld-Preises 2019 gewinnen konnten.

Ausgezeichnet wurden 2017 in der Kategorie Einzelperson Annet Audehm und in der Kategorie Institutionen/Projekte das Neuköllner Projekt Rad und Tat e.V. (RuT)

Der Landesvorsitzender der SPDqueer Berlin Markus Pauzenberger, „mit dem alle zwei Jahre zu vergebenen Preis wollen wir Danke sagen. Jedes vorgeschlagen Projekt und jede Einzelperson müsste den Preis gewinnen. Wer ihn zu gesprochen bekommt entscheidet wie immer eine unabhängige Jury. Wir müssen uns alle bis zum 13. Mai 2019 gedulden, da erst dann die Preisträger*innen auf unsere Preisverleihungsgala bekannt gegeben werden.“

Die Auslobungszeit ist von heute bis zum Montag, 2. April 2019, um 12.00 Uhr.

Die Unterlagen können unter

für den Auslobungstext

und unter

für das Formblatt Eures Vorschlags

runtergeladen werden (einfach am Rechner ausfüllen und an die angegebene Anschrift senden).

Rücksendung per Post an SPDqueer Berlin, c/o SPD Berlin, Müllerstr. 163, 13353 Berlin oder per Mail an: Magnus_Hirschfeld_Preis_2019@spd.de

 

Eine unabhängige Jury wird die Preise festlegen. In der Jury 2019 sind: 

Annet Audehm · Menschenrechts- und LGBT-Aktivistin, Berlin,

Kevin Kühnert · Juso-Bundesvorsitzender,

Dr. Astrid Osterland · Rad und Tat (RuT),

Jennifer Michelle Rath · Activist for Human Rights und

Wieland Speck · Filmemacher und Founder TEDDY Award

Bitte merken Sie sich bereits jetzt Montag, 13. Mai 2017, vor. Um 19.00 Uhr wird die Preisverleihung im Rathaus Charlottenburg stattfinden. Genauere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Wir würden uns über eine Veröffentlichung in Ihrer Publikation sehr freuen. Über eine Versendung der Auslobungsunterlagen über Ihren Verteiler würden wir uns auch sehr freuen.

 

03.03.2019 in Pressemitteilung

PM zu den Äußerungen der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem "Stockacher Narrengericht"

 

AKK kann es nicht lassen und gibt Ihre als Karnevals-Scherz verpackte Menschenverachtung zum Besten.


Auf dem am vergangenen Donnerstag im SWR ausgestrahlten „Stockacher Narrengericht“, einer traditionellen Karnevalssitzung im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, machte sich die CDU-Vorsitzende Annegret Kamp-Karrenbauer über intergeschlechtliche Menschen und andere „bemitleidenswerte Minderheiten“ lustig. Sie scherzte über die Einführung von Toiletten für das dritte Geschlecht und Zitat: „Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen.“
Dazu kommentiert Petra Nowacki, Bundesvorsitzende der SPDqueer:
Die CDU-Vorsitzende kann es nicht lassen. In ihrer als Karnevals-Scherz verpackten Rede, machte sich Annegret Kramp-Karrenbauer über Toiletten für intergeschlechtliche Menschen und „bemitleidenswerte Minderheiten“ lustig. Diese als vermeintlicher Scherz verpackte Menschenverachtung fügt sich in eine ganze Reihe von Äußerungen, die im Gesamtbild nur einen Schluss zulassen: Die Vorsitzende der CDU ist homo-, trans- und interfeindlich.
AKK fehlt es an Anstand und Respekt vor den Menschen in unserem Land. Unser Grundgesetz schützt Minderheiten vor staatlicher Diskriminierung, aber wer schützt sie vor einer außer Kontrolle geratenen CDU-Vorsitzenden, die sich bei jeder zu bietenden Gelegenheit auf Kosten diskriminierter Menschen profiliert?
Worte haben immer Konsequenzen. Wenn die Vorsitzende einer Volkspartei in Regierungsverantwortung, aus Überzeugung oder politischem Kalkül, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausspielt, dann setzt sie damit ein fatales Beispiel. Doppelnamen kann man sich aussuchen, die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität hingegen nicht.

 

08.02.2019 in Ankündigung

Sport unter dem Regenbogen - Queeres Sporttreiben in Berlin

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Sports,

für ihre queeren Communities ist Berlin überall auf der Welt berühmt. Hier wurde die moderne Emanzipationsbewegung von LSBTTIQ* geboren. Darum unterstützt die Stadt mit moderner Genderpolitik in Schule, Jugendarbeit, Beruf und Alltag die Vielfalt aller sexuellen Lebensentwürfe. Auch unserer Sportpolitik ist die Förderung von Diversity- und Queer- Kompetenzen ein wichtiges Anliegen, das sich in Zuwendungen für LSBTTIQ*-Projekte des Landessportbunds mit Zahlen belegen lässt.

Der Verein Vorspiel, 1986 gegründet, gehört zu den größten Sportvereinen für die Community in Europa, seit 1988 gibt es zusätzlich den Verein Seitenwechsel.

  • Warum wurden die Vereine gegründet – und warum sind sie heute noch sinnvoll?
  • Wie lässt sich moderne Queer- und Genderpolitik im Sport umsetzen?
  • Welche politischen Maßnahmen eignen sich zur Akzeptanzförderung
  • sexueller Vielfalt und gegen Homophobie und
  • Heteronormativität im sportlichen Alltag? Wann hat die Bundesliga
  • ihren ersten offen schwulen Fußballprofi? Welche besondere
  • Unterstützung brauchen queere Jugendliche im Sportverein?
  • Und was sind eigentlich die Gay Games?

Diesen Fragen möchte ich nachgehen und mit Ihnen und meinen Gästen diskutieren.

Die SPD-Fraktion lädt zum Sportpolitischen Dialog ein:

Dennis Buchner, Sprecher für Sport der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin

im Gespräch mit

Tanja Walther-Ahrens, SV Seitenwechsel Berlin, ehemalige Bundesligaspielerin

Christian Rudolph, Leiter des Bereichs Prävention beim LSVD Berlin-Brandenburg

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

Für die Gespräche im Anschluss laden wir Sie zu Snacks und Getränken ein.

Der Sportpolitische Dialog findet statt am:

Mittwoch, 20. Februar 2019,

19:00 Uhr

im Raum 304 des Abgeordnetenhauses von Berlin

Um Anmeldung wird gebeten.

dennis.buchner@spd.parlament-berlin.de

 

Termine

25.04.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Mitgliederoffene Sitzung des Landesvorstands SPDqueer Berlin

03.05.2019, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
offenes Mitgliedertreffen SPDqueer Reinickendorf

06.05.2019, 18:30 Uhr - 20:30 Uhr
Treffen CSD-Saisonteam

17.05.2019, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Queere Sprechstunde in Lichtenberg

17.05.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Mitgliederoffenes Treffen SPDqueer Lichtenberg

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Beitrittserklärung "SPDqueer  - Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung im SPD Landesverband Berlin" als pdf

(Einfach am Rechner ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben und dann ab die Post)


 

 

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