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30.05.2019 in Pressemitteilung

Überfällige Streichung für zu suboptimaler Übergangslösung – Aktivismus bleibt notwendig

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am vergangenen Wochenende auf ihrer Versammlung in Genf beschlossen, Transsexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen. Die Änderungen werden mit dem neuen Kriterienkatalog des ICD-11 (International Classification of Diseases, 11. überarbeiteter Katalog) im Januar 2020 weltweit in Kraft treten.

In der aktuellen Fassung ICD-10 wird ‚Transsexualismus’ dem Bereich der psychischen und Verhaltensstörungen zugeordnet. Mit dem ICD-11 wird ‚Transsexualismus’ als mögliche Diagnose abgeschafft. Ersetzt wird sie durch den Begriff der ‚Gender Incongruence’ (geschlechtlicher Nichtübereinstimmung), der im Kapitel zu sexueller Gesundheit zu finden sein wird.

 

Elia Scaramuzza und Sarah Ungar, Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPDqueer, erklären hierzu:

Dass Transsexualität im Jahr 2022 von der Liste der psychischen Erkrankungen gestrichen wird, ist für transsexuelle Menschen ein wichtiger Schritt zur Entpathologisierung. Gleichzeitig wäre es übertrieben, dies als ‚historische Entscheidung’ zu werten und die Änderung als ebenso bedeutend anzusehen wie die gänzliche Streichung von Homosexualität als Krankheit (1990). Denn obgleich Transsexualität als psychische Krankheit gestrichen wurde, bleiben Diagnosen an anderer Stelle unter anderen Vorzeichen erhalten.

„Gender Incongruence“ ist aus unserer Sicht keine Lösung, die modern und mutig genug ist, um der medizinischen und gesellschaftlichen Realität gerecht zu werden. Wir kritisieren insbesondere, das im gleichen KapitelVerweise auf Exhibitionismus, Voyeurismus und Pädophilie verortet sind und so der Eindruck eines Zusammenhangs entstehen kann. Konsequente Entpathologisierung sieht anders aus! Zudem darf eine entsprechende Verortung nicht als Argumentationshilfe für rechte Ideologien oder Wertkonservative dienen, die transsexuelle Menschen beispielsweise von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließen wollen (siehe zum Beispiel Transgender-ban im US Militär).

Sinnvoll ist die Änderung zu „Geschlechterinkongruenz“ im ICD-11 nur insofern, als dass sie Menschen den Zugang zu Gesundheitsleistungen ermöglicht (wie Hormonbehandlung oder operative Maßnahmen), die ohne entsprechende Diagnose davon ausgeschlossen sein können. Hier zeigt sich, wie viel auch auf nationaler Ebene noch zu tun ist, um in den Gesundheits- und Sozialversicherungssystemen Leistungsansprüche für transsexuelle Menschen zu verankern, ohne einen entsprechenden ICD-Schlüssel vorweisen zu müssen.

Problematisch bleibt auch, dass Kinder und Jugendliche ebenfalls weiterhin pathologisiert werden können. Für sie wurde die Kategorie „Gender Incongruence of Childhood“ geschaffen, die es jetzt ermöglicht, ‚geschlechtliche Nichtübereinstimmung“ bei Kindern zu ‚erfassen’. Dadurch wird ein Normalitätsdruck für Kinder und Jugendliche erzeugt und es gibt die passende Diagnose, sollten sie sich nicht geschlechtlich ‚richtig’ einordnen. Sinnvoller wäre es daher gewesen, die Kategorie in Gänze zu streichen und alternative Unterstützungsmöglichkeiten zu schaffen.

Auch bleibt Intersexualität weiterhin auf der Liste der „Störungen“ und zementiert diese sogar. Für queere Communities kann dies daher keine wirkliche Verbesserung darstellen, wenn besonders marginalisierte Gruppen, die dauerhaften Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind, nicht endlich geschützt und entpathologisiert werden.

Die SPDqueer begrüßt daher die Streichung von Transsexualität als psychische Krankheit; sie weiß aber auch, dass dies nur ein erster Schritt ist und die aktuelle Lösung nur eine Übergangslösung darstellen kann. Für transsexuelle Menschen müssen weiterhin andere Abrechnungsmöglichkeiten sichergestellt werden, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche. Genauso muss die Pathologisierung bei inter Menschen endlich aufhören. Dieser Kampf und eine eventuelle Änderung des nun beschlossenen ICD-11 wird Jahre oder Jahrzehnte in Anspruch nehmen – eine Aussicht, die viel Ausdauer erfordert, aber sich auch lohnt. Das zumindest beweist die Streichung von Transsexualität auf der Liste psychischer Krankheiten.

 

26.05.2019 in Meinung

Ergebnis der Europawahl - Ein Trauerspiel in zu vielen Akten

 

Wir gratulieren Gabriele Bischoff zur Wahl in das Europäische Parlament. Mit ihr haben wir nun eine starke Verbündete im Kampf für unsere Rechte im Europäischen Parlament.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr.

 

Das Ergebnis für die SPD ist besorgniserregend, und wir werden - so hoffen wir - nicht nur über das Ergebnis diskutieren, sondern endlich (!) Konsequenzen daraus ziehen.

 

23.05.2019 in Deutschland

70 Jahre Grundgesetz

 

Heute vor 70 Jahren wurde das Grundgesetz, welches mit Ablauf des Verkündigungtages in Kraft trat, im Auftrag des Parlamentarischen Rats durch Adenauer verkündet.

Es gemahnt uns an die Verbrechen und die Opfer, die 12 Jahre eines blindwütigen Zerstörungswerk an der Demokratie und der Menschlichkeit durch das nationalsozialistische Verbrechersystem der Menscheit angetan wurden.

Es nimmt uns alle in Deutschland Lebenden in die Pflicht, dass so etwas nie wieder in dem Bestimmungsgebiet der GG geschehen darf.

Es regelt das Zusammenleben, die grundliegenden Rechte und die Pflichten der Menschen in Deutschland.

Es bedarf eine stetigen gesellschaftlichen Diskurses, wie es den Erfordernissen der Zeit angepasst werden muss. Deshalb fordern wir einer Erweiterung des Artikels 3 GG um „Sexuelle Identität“.

 

20.05.2019 in Allgemein

Unsere erste Queere Woche

 

 

17.05.2019 in Ankündigung

17.5. IDAHOBIT

 

Heute ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*phobie (IDaHoBIT)

Ein wichtiger Tag um auf dieses Thema noch mehr öffentlich aufmerksam zu machen. Für uns ist er aber auch Ansporn auch die weiteren 364 Tage im Jahr uns für die Belange von queeren Menschen einzusetzen: In Berlin, Deutschland und der Welt.

Die erschreckende Erhöhung von Hassgewalt gegen queere Menschen in Berlin ist besorgniserregend. In der anstehenden Haushaltsverhandlung müssen wir darauf hinwirken, dass die Mittel verstärkt werden. 

Der Referentenentwurf zum TSG aus dem Hause Seehofer ist eine Katastrophe. Seehofer schreibt es, und wir bekommen die Dresche.

Hier haben wir als SPDqueer Berlin bereits mit dem queerpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion Karl-Heinz Brunner gesprochen und darauf bestanden, dass der Referentenentwurf dorthin kommt, wo er hingehört. In den Papierkorb. Schade um das Papier. Ein neuer Entwurf ist notwendig.

Wir setzen uns aber auch International für die Belange von queeren Menschen ein. Auf dem Landesparteitag Ende März 2019 hat die SPD Berlin einen Antrag gegen die Einführung der Scharia in Brunei und die daraus folgende tödliche Situation für Homosexuelle durch Steinigung in Brunei verabschiedet. In einem zweiten beschlossenen Antrag fordert die SPD Berlin die sofortige Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes für den Sultan von Brunei, Hassanal Bolkhia. Er ist durch sein Verhalten dieses Verdienstkreuz nicht mehr würdig.

Wir sind heute in Berlin unterwegs.

1) Um 16.00 Uhr bei der Veranstaltung des LSVD auf dem Kaiser Wilhelm Platz
2) Um 20.00 Uhr fährt die SPDqueer Reinickendorf mit anderen Parteien auf dem Tegeler See Schiff und es wird eine Diskussion geben. Treffpunkt: Schiff Moby Dick, 19.45 Uhr, Greenwichpromenade
3) Ab 21.30 Uhr werden wir am U-Bahnhof Nollendorfplatz einen Infostand mit anschließenden Kneipenspaziergang mit unserer Spitzenkandidatin für die Wahl zum Europäischen Parlament Gaby Bischoff durchführen.

 

Termine

21.06.2019, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Queere Sprechstunde in Lichtenberg

27.06.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Mitgliederoffene Sitzung des Landesvorstands SPDqueer Berlin

01.07.2019, 18:30 Uhr - 20:30 Uhr
Treffen CSD-Saisonteam

05.07.2019, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
offenes Mitgliedertreffen SPDqueer Reinickendorf

19.07.2019, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Queere Sprechstunde in Lichtenberg

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