11.11.2017 in Pressemitteilung

SPD Berlin fordert diskriminierungsfreie Schulen

 

Auf Antrag der SPDqueer hat heute der Landesparteitag der SPD sich für eine Änderung des Schulgesetzes ausgesprochen.

 

„Unser Ziel sind diskriminierungsfreie Schulen. Kinder sollen hier lernen und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln“, so Julia Neugebauer, stellvertretende Vorsitzende der SPDqueer Berlin. „Uns ist es wichtig, dass die Vielfalt unserer Gesellschaft auch in den Lehrmitteln in den Schulen abgebildet wird. Nur so werden aus unseren Kindern tolerante Erwachsene“, ergänzte Markus Pauzenberger, Vorsitzender der SPDqueer Berlin.

Der Beschluss sieht vor, eine Diskriminierung an Schulen zu verbieten und fordert Lehrmittel, die alle Facetten unserer Gesellschaft abbilden.

 

Der Antragstext kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden:

 

http://parteitag.spd-berlin.de/wp-content/uploads/antrag-wv51i2017_-verankerung-der-akzeptanzfoerderung-von-vielfalt-im-berliner-schulgesetz.pdf

 

26.10.2017 in Pressemitteilung

PM der SPDqueer zum „Intersex Awareness Day“ am 26. Oktober 2017

 

SPDqueer: LGBT*QI-Communities dürfen das ‚I’ nicht vergessen

„Intersex“ ist ein Sammelbegriff für eine breite Anzahl von körperlichen Merkmalen und Variationen. Diese passen nicht in die typischen zweigeteilten Kategorien von „Mann“ und „Frau“. Sie umfassen u.a. Genitalien, Gonaden, Chromosomen. Einige Intersex-Merkmale sind deshalb von Geburt an sichtbar, andere erst mit der Pubertät und einige andere (z.B. chromosomale) überhaupt nicht.
Der internationale ‚Intersex Awareness Day’ markiert deshalb den Tag der ersten öffentlichen Intersex-Demonstration 1996 in Nordamerika, um den Forderungen der Intersex-Bewegung Ausdruck zu verleihen. Bis heute zählen dazu das Verbot der Genitalverstümmelung an Kindern und die Schaffung einer „dritten Option“ als Geschlechtseintrag im Personenstand. Vor genau drei Jahren veröffentlichte auch der Berliner Senat eine Erklärung, die für die Selbstbestimmung von Intersex-Menschen einsteht.
Zum diesjährigen internationalen Intersex Awareness Day am 26. Oktober 2017 erklären Petra Nowacki, Bundevorsitzende der SPDqueer, sowie Elia Scaramuzza, zuständiges Bundesvorstandsmitglied für Trans- und Inter-Fragen:
Heute ist Intersex Awareness Day – ein Tag, um auf die Situation und Rechte von Intersex-Menschen in Deutschland und weltweit aufmerksam zu machen. Auch wenn sich die Situation vieler lesbischer und schwuler Menschen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten durch aktive LGBTQI-Politik erheblich verbessert hat, so fallen manche gesellschaftlichen Gruppen immer wieder unter den Tisch. Dazu gehören allem voran Intersex-Menschen, die die kleinste Gruppe darstellen und teilweise von erheblichen Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Das können wir nicht länger dulden – mit unfreiwilligen Eingriffen in den eigenen Körper muss endlich Schluss sei!
So erleben Intersex-Menschen u.a. erhebliche Menschenrechtsverletzungen – so beispielsweise, wenn unfreiwillige Genitaloperationen nach der Geburt vorgenommen werden, die erhebliche psychische und physische Konsequenzen für die Betroffenen haben können. Und das nur, weil so mancher im medizinischen Betrieb glaubt, dass körperliche Variationen per se krank seien und korrigiert werden müssten. Mit diesem Irrglauben werden Eltern falsch beraten, die dann kosmetischen Genitaloperationen an ihren Kindern zustimmen.
Dass die sozialdemokratische LGBT*QI-Community ebenso dafür kämpfen wird, ist für uns ganz klar: Als SPDqueer stehen wir solidarisch hinter und mit diesen Forderungen. LGBT*QI-Communities dürfen das ‚I’ nicht einfach nur aufzählen, um es dann zu ignorieren oder für sich zu vereinnahmen – stattdessen müssen zwischengeschlechtliche geborene Menschen ihre eigenen Anliegen ins Zentrum rücken können. In der Opposition wollen wir erreichen, dass das Genitalverstümmelungsverbot und die ‚dritte Option’ in Partei und Gesellschaft endlich genug Aufmerksamkeit und Unterstützung erfahren. Und zwar so, dass Intersex-Menschen endlich selbstbestimmt und ohne Gewalt leben können!

 

16.10.2017 in Geschichte

SPDqueer Reinickendorf übernimmt Patenschaft für "Stolpersteine"

 

Am 16. Oktober 2017 hat die Kreis-AG der SPDqueer in Berlin-Reinickendorf die Patenschaft für zwei Stolpersteine übernommen.

 

Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass die Opfer der rassistischen, politischen oder aus anderen Gründen stattgefundenen Verfolgung des Nazis-Regimes nicht vergessen werden.

 

Die Verlegung der Steine wird im Dezember 2017 an den jeweiligen Anschriften der Opfer erfolgen.

 

Zum Thema Stolpersteine Informationen auf Wikipedia.

 

23.09.2017 in Wahlen

Wahlaufruf

 

Geben Sie uns Ihre Stimme für eine weltoffene, tolerante und friedliche Gesellschaft – Sagen Sie NEIN zu den Rechtsextremisten der AfD


Die Landesgeschäftsführerin der Berliner SPD Anett Seltz ruft zur Wahl auf:


„Diese Wahl ist entscheidend. Sie ist entscheidend, weil sie unsere Gesellschaft, in der wir leben, gravierend verändern könnte. Mit der AfD könnte zum ersten Mal seit dem Ende des Nationalsozialismus eine rechtsextreme Partei in den Deutschen Bundestag einziehen. Das dürfen wir nicht zulassen! Wir alle haben es in der Hand, unsere Stimme gegen die rechte Hetze zu erheben. Ich bitte Sie: Wählen Sie nicht die AfD.


Die AfD setzt die Axt an unsere Wertevorstellungen an: Sie lässt keine Familienbilder außerhalb des Vater-Mutter-Kind-Schemas zu. Sie will Alleinerziehende nicht unterstützen und will homosexuellen Partnerschaften eine Adoption verbieten. Sie will gesetzliche Regelungen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau abschaffen und sieht die Rolle einer Frau nur dann erfüllt, wenn sie „mindestens zwei Kinder“ bekommt.


Die AfD ist massiv frauenfeindlich und hetzt gegen Homosexuelle. Lassen Sie es nicht zu, dass diese Politik im Bundestag Gehör findet!


Die AfD stellt sich gegen den ersten Artikel unserer Verfassung „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Sie fordert immer wieder öffentlich zu Hetze und Stimmungsmache gegen Ausländer auf. Sie forderte mehrfach den Schusswaffengebrauch an Grenzen und stellt sich damit klar gegen die Genfer Flüchtlingskonvention.


Ich bitte Sie, lassen Sie es nicht zu, dass Hetze und Hass unsere Gesellschaft bestimmen!


Wählen Sie am 24. September 2017 mit beiden Stimmen SPD! Für eine weltoffene, tolerante und friedliche Gesellschaft.

Herzlichen Dank!“

 

15.09.2017 in Deutschland

Wahlaufruf: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter, Queers für die SPD mit Martin Schulz

 

Gerechtigkeit durch eine moderne Familien- und Gesellschaftspolitik!

Die SPD hat ihr Versprechen der 100-prozentigen rechtlichen Gleichstellung bei der „Ehe für alle“ eingelöst. Mit der Abstimmung im Deutschen Bundestag am 30. Juni 2017 haben wir als Gesellschaft einen historischen Erfolg erzielt, der nur mit der SPD möglich gewesen ist. Auch wenn CDU und CSU sich immer noch weigern es zu akzeptieren: Unsere Gesellschaft ist längst moderner und weiter als die konservative Politik der Union.
Wir sind stolz auf das bisher Erreichte, doch es gibt noch einiges zu tun. Wir wollen den Schwung nutzen, um weiter voranzukommen. Wir werden jetzt für gesellschaftliche Rahmenbedingungen sorgen, die ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben für alle Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter und Queers (LGBTTIQ*) ermöglichen.

In über 70 Ländern der Welt werden LGBTTIQ* wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt. Despoten und Diktatoren schränken ebenfalls die Rechte von LGBTTIQ* weltweit ein. Ihnen drohen erniedrigende Schikane, hohe Gefängnisstrafen und in einigen Ländern sogar die Todesstrafe.

In Deutschland spielt die AfD die Menschen durch offenen Rassismus und Ausgrenzung gegeneinander aus, um Homo- und Trans*feindlichkeit im Alltag wieder salonfähig zu machen.

Die Bundestagswahl 2017 ist eine Richtungsentscheidung. Die SPD wird alles tun, um die Errungenschaften für LGBTTIQ* zu beschützen. Wir werden unsere Gesellschaft weiter modernisieren, denn sie muss für alle Lebensformen und Familienmodelle gestaltet werden. Queere Menschen haben ein Recht darauf, angstfrei, gleichberechtigt und mit gleichen Chancen zu leben.

Deshalb fordern wir:

  • die Rechte und Pflichten von Regenbogen-, Patchwork- und Pflegefamilien eindeutig zu regeln und das Abstammungsrecht zu reformieren.
     
  • dass würdige rechtliche Rahmenbedingungen für Trans* und Inter Menschen geschaffen werden.
  • dass Menschen auch im Alter diskriminierungsfrei und in Würde leben können – dies gilt für alle Lebensmodelle und Wohnformen.
     
  • dass Lehrmaterial in Schulen die Lebensrealität und die Vielfalt aller Lebensmodelle altersgerecht abbildet.
     
  • dass geflüchtete, schutzsuchende LGBTTIQ* Menschen besonderen Schutz erhalten.
     
  • die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu stärken und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auch auf staatliches Handeln anzuwenden.
     
  • den Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes um das Merkmal „sexuelle Identität“ zu ergänzen.

Wir brauchen eine moderne und fortschrittliche Gesellschafts- und Familienpolitik für alle Menschen. Dies schaffen wir nur, wenn die Sozialdemokratie stärkste politische Kraft in unserem Land wird. Nutze Dein Wahlrecht und wähle am 24. September Martin Schulz und die SPD.

Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit. Es ist Zeit für Martin Schulz!


Hier geht es zum Wahlruf auf der SPD.de Seite

 

 

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Beitrittserklärung "SPDqueer  - Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung im SPD Landesverband Berlin" als pdf

(Einfach am Rechner ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben und dann ab die Post)


 

 

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